Im Trapblog von Traphouse Genetics geben wir einen ehrlichen Einblick in unsere Arbeit an eigenen Genetiken – ohne Abkürzungen und ohne Marketingfloskeln. Unser Ansatz basiert auf Beobachtung, Selektion und Wiederholbarkeit.

Gemeinsam mit unserem Breeder TNT Genetics selektieren wir unterschiedliche Strains und Kreuzungen über mehrere Durchgänge hinweg. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell neue Namen zu produzieren, sondern darum, reale Unterschiede sichtbar zu machen. Wir beobachten Wuchsverhalten, Struktur, Homogenität und Ausdruck über verschiedene Bedingungen hinweg und vergleichen die Ergebnisse sorgfältig miteinander.

Erst wenn eine Kreuzung in ihrer Gesamtheit überzeugt, wird sie weiterverfolgt. Diese ausgewählten Linien gehen anschließend in die In-vitro-Regeneration. Dieser Schritt ist für uns essenziell, da er es ermöglicht, eine Genetik sauber, gesund und langfristig stabil zu sichern. Aus dieser Regeneration entsteht eine Gen-1-Mutterpflanze, die als definierter Ausgangspunkt dient.

Auf dieser Basis arbeiten wir gezielt mit S1-Linien. Eine S1 entsteht, wenn Nachkommen aus einer einzigen selektierten Mutterpflanze erzeugt werden. Der Sinn dahinter ist nicht, etwas „neu zu erfinden“, sondern bestimmte Eigenschaften dieser Mutter zu festigen und reproduzierbar zu machen. S1-Genetiken helfen dabei, das genetische Spektrum einzugrenzen und klarer sichtbar zu machen, welche Merkmale dominant auftreten und welche Streuungen möglich sind.

Für uns ist S1 kein kurzfristiger Trend, sondern ein Werkzeug, um Genetik besser zu verstehen. Es geht um Kontrolle statt Zufall, um Wiederholbarkeit statt Einmaligkeit. Eine gute S1-Linie zeigt nicht nur Potenzial in einem einzelnen Durchgang, sondern liefert konsistente Ergebnisse und eine klare Richtung.

So entstehen bei Traphouse Genetics Linien mit Struktur, Herkunft und nachvollziehbarer Entwicklung – nicht als Produkt eines Moments, sondern als Ergebnis eines Prozesses.

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